Der Weinbau am Kaiserstuhl ist bekanntermaßen auf die Zeit der Römer zurückzuführen und sämtliche Generationen von Vorfahren des Weinguts haben schon Weinbau betrieben.
Die Arbeitsweise und sicher auch die Ergebnisse der mühevollen Arbeit können wir mit heutigen Vorstellungen und Erfahrungen nur schwer vereinbaren. Der Urgroßvater des heutigen Besitzers, Karl Friedrich Karle, legte mit seinen Weinbergen den Grundstein für das heutige Weingut. 1920 heiratete der Großvater, Karl Wilhelm Karle, seine Frau Emma, geb. Scheffelt, die ebenfalls aus einer Ihringer Winzerfamilie stammte. Am alten Standort in der Maienbrunnenstraße begannen sie zusammen das Weingut auszubauen und zu vergrößern. Sie verkauften ihren erzeugten Wein - zuerst in Fässern- an Gasthäuser in Freiburg und im Schwarzwald und brachten diesen mit Pferdefuhrwerken zu ihren Kunden.


In dieser Zeit entstand ein grosser Gewölbekeller, der hinter dem Winzeranwesen in den Löss hineingegraben wurde und bis zum heutigen Tag als Holzfasskeller genutzt wird.
Nach dem 2.Weltkrieg wurde die Arbeit in den Weinbergen und im Keller wieder aufgenommen - die zum Teil in den Bergstollen des Kaiserstuhls versteckten Weinflaschen wurden wieder ans Tageslicht geholt- und mit der stetig anlaufenden Wirtschaft wuchs auch das Weingut Karl Karle.
1960 übernahm der Vater des heutigen Besitzers, Karl Fr. Gustav Karle, mit seiner Ehefrau Gertrud das Weingut und führte es weiter zu einer beachtlichen Größe, bis er 1980 viel zu früh verstarb. Seit dieser Zeit arbeiten Edgar Karl Karle und seine Ehefrau Gaby gemeinsam daran, die schönen Kaiserstühler Weine zu erzeugen und sie bundesweit an Privatkunden sowie Fachhändler und Gastronomie zu vertreiben.